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01.01.1900 |

Junioren-WM: Erfolg aus dem Vorjahr nur knapp verfehlt

Die deutschen Junioren-Curler vom Baden Hills Golf und Curling Club mit den Rastattern  Klaudius Harsch (Skip), Sixten Totzek und Jan-Luca Haag, sowie den Brüdern aus Füssen, Joshua und Magnus Sutor, haben bei der A-Weltmeisterschaft in Liverpool (Neu-Schottland/Kanada) ihrem letztjährigen fünften Rang einen siebten Platz folgen lassen. Das Team von Bundestrainer Wolfgang Burba und Coach Manon Harsch konnte sich damit im Feld der zehn Nationen wieder hervorragend plazieren, verpaßte aber leider das angestrebte Halbfinale durch einige vermeidlich knappe Niederlagen auch in diesem Jahr.
 
Dabei begann das jüngste Team im Feld der 10 Nationen mit einem 6:3 gegen China, dem eine 2:8 Niederlage gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Schottland folgte. Gegen die USA konnte man mit 7:3 das Eis verlassen und hatte sehr gute Perspektiven auf eine noch bessere Plazierung als im Vorjahr in Aberdeen. Danach begann aber eine nicht zu erwartende Niederlagenserie mit knappen Entscheidungen, aus denen den fünf Jungs auch die Betreuer nicht heraushelfen konnten. Am schwerwiegendsten lag ihnen die Niederlage gegen die ‚Kiwis’ aus Neuseeland mit 5:6 im Magen, die sie eigentlich klar beherrschten, dann aber im letzten End einen unglücklichen Stein einfingen.
Knapp ging es auch gegen die Nordländer Schweden und Norwegen zu, wo jeweils in den letzten Ends die Kraft und Konzentration nachlies und beide Spiele jeweils 7:9 abgegeben werden mußten. Ganz krass stellte sich die Situation gegen den letztjährigen und neuerlichen Weltmeister aus Kanada dar. Im neunten und vorletzten End schrieb man ein Viererhaus und lag damit vor dem letzten End mit zwei Steinen in Führung, was eigentlich zu einem Sieg hätte reichen sollen. Nervosität vor dem entscheidenden End gegen den haushohen Titelaspiranten konnte die deutsche Mannschaft leider nicht ablegen und mußte sich seinerseits Vier Steine stehlen lassen, so daß am Ende Kanada mit 8:6 die Oberhand behielt.

Das vorletzte Spiel brachte dann den notwendigen Sieg gegen die Italiener, der mit 10:5 nach acht Ends sehr deutlich ausfiel und damit die Voraussetzung zum Erreichen des siebten Platzes brachte. Dass die badisch/bayrische Truppe wirklich sehr gut mitmischte, leider nur das eine oder andere Mal mit sich selbst haderte, zeigte, daß das letzte Match gegen den späteren Finalisten und WM-Zweiten aus der Schweiz erst im Extra-End (5:6) verloren ging.   

Da alle fünf Teammitglieder noch mindestens zwei Jahre als Junioren an den Start gehen können, hat der Deutsche Curling-Verband die Hoffnung, mit dieser Mannschaft auch in den kommenden Jahren weitere positive Akzente setzen zu können. Positiver Abschluß für das gesamte Deutsche Team war, daß Joshua Sutor von allen beteiligten Mannschaften als fairster männlicher Spieler des Turniers neben einer jungen Schwedin auserkoren wurde und dafür den Sportsmanship Award vom Veranstalter entgegennehmen durfte. Skip Klaudius Harsch wird bereits in fünf Wochen wieder die Reise nach Kanada antreten, wo er als Mitglied der  Herrennationalmannschaft in Letherbridge die deutschen Farben vertreten wird.

 

Das deutsche Team mit v.li.: Trainer Wolfgang Burba, Klaudius Harsch, Sixten Totzek, Joshua und Magnus Sutor, Jan-Luca Haag sowie Teamcoach Manon Harsch


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