Historie

Der Eissport-Verband Baden-Württemberg e.V. (EBW) wurde am 14. Oktober 1972 in Achern gegründet. Wie der Name sagt, ist er landesweit für die Eissportarten Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstocksport, Eisschnelllauf und Curling in Baden-Württemberg zuständig. Er vertritt demnach fünf doch sehr unterschiedliche Sportarten, die auch auf nationaler und internationaler Ebene in separaten Fachverbänden organisiert sind. Eines haben jedoch alle gemeinsam, das ist das Eis bzw. das Eisstadion, das sie für die Ausübung des Sports benötigen. Dieses "gemeinsam" bedeutet natürlich auch Konkurrenz, denn jeder will natürlich die besten Laufzeiten haben und will die längste Zeit das kostbare Eis für seine Sportart belegen.

Selbstverständlich gab es vor 1972 bereits organisierten Eissport in Baden-Württemberg in den drei Eis- und Rollsport-Verbänden Baden Nord, Baden Süd und Württemberg. Diese Verbände sind heute noch als reine Rollsport-Verbände innerhalb der drei Sportbundbereiche tätig.

Von den Männern der ersten Stunde sollen stellvertretend hier drei genannt werden, die den Eissport-Verband wesentlich geprägt haben:

Unter der Führung von Hans Helmut Klaes (1972 bis 1987), dem leider verstorbenen Ehrenvorsitzenden, wurde aus einem kleinen Verband mit ca. 4000 Mitgliedern ein Landesverband, der sich innerhalb von Baden-Württemberg sehr gut etabliert hat. Ein Verband, der durch seine Sportler in dieser Zeit eine große Zahl von Deutschen Meistertiteln errungen hat, Europa- und Weltmeister vorzeigen kann. Während seiner Amtszeit entstanden auch die Leistungszentren in Schwenningen und Mannheim. Hans Helmut Klaes verstand auch innerhalb des jungen Verbandes, die fünf verschiedenen Sportarten und ihre Interessen zu koordinieren. Auch hat er es sehr gut verstanden, dem allerdings zum Teil immer noch vorhandenen "Landsmannschaftsdenken" erfolgreich entgegenzuarbeiten.

Schließlich, was wäre der Eissport in Baden-Württemberg ohne die Dynamik des im Dezember 1996 verstorbenen Fachausschußvorsitzenden für den Eiskunstlauf, Eugen Romminger, geworden. Er war nicht nur im Eiskunstlauf, sondern im ganzen Verband der Motor, wenn es darum ging, ein gestecktes Ziel zu erreichen, wie z.B. sein Einsatz bei der Planung und dem Bau des Leistungszentrums für Eissport in Mannheim. Diese Sportstätte steht ja bekanntlich nicht nur den Kunstläufern, sondern auch den anderen vier Sportarten als ideale Trainingsstätte zur Verfügung.

Zum 25jährigen Jubiläum des Eissport-Verbandes konnte der Verband bei der Stadt Mannheim für Hans Helmut Klaes und Eugen Romminger auch ein bleibendes Andenken in der Öffentlichkeit erreichen. Anläßlich des Jubiläum-Schaulaufens im Oktober 1997 in Mannheim wurde eine Eissporthalle in "Hans-Helmut Klaes-Halle" und die andere in "Eugen Romminger-Halle" getauft.

Auch der langjährige zweite Vorsitzende und zwischenzeitlich auch kommissarische 1. Vorsitzenden des Verbandes, Walter Kopp, der seit Verbandsgründung bis 1998 im Amt war, hat mit seinem Wirken innerhalb des Eissport-Verbandes sowie in verschiedenen Bereichen (z.B. in Ausschüssen) des Landessportverbandes Baden-Württemberg und im Württembergischen Sportbund sehr viel für das Ansehen des Eissport-Verbandes getan. Dank seiner Persönlichkeit hat er sich stets erfolgreich bei der Mittelbeschaffung für die Sportausführung eingesetzt, ohne die der Sport - und speziell der Leistungssport - nicht funktionieren kann. Für seine großen Verdienste um den Eissport wurde Walter Kopp bei der EBW-Mitgliederversammlung am 8. Mai 1998 zum Ehrenvorsitzenden des Eissport-Verbandes Baden-Württemberg ernannt.

Von 1988 bis 1996 führte Dr. Dieter Fingerle (Esslingen) den Verband und seit 1996 Lutz Pauels (Mannheim), der eine stabile sportreiche und finanzielle Substanz mit zahlreichen Erfolgen vorweisen kann.

Im Jahr 2012 konnte der EBW sein 40-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen in ganz BW feiern.