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01.01.1900 |

Team Baumann startet an der EM in Dänemark

Hektisches Treiben am Montagabend am Frankfurter Flughafen. Menschen eilen durch die Gänge, Händler verkaufen Ihre Waren, Passagiere warten an Ihren Gates. So auch Sebastian Schweizer am Gate A16, der den Flug nach Hamburg gebucht hat, wo für ihn einmal mehr eine große Reise beginnen soll. Der Schwenninger Curler ist auf dem Weg zu den Curling Europameisterschaften im dänischen Esbjerg, die am kommenden Wochenende beginnen werden. Zuvor soll das Team jedoch erst auf das Großevent am Bundesstützung in Hamburg beim sogenannten „Kick-Off“ auf die Meisterschaften eingestimmt werden. Und dann kommt auch bereits die Durchsage, dass die Fluggäste nun an Bord des Airbus A321 gehen dürfen. Sebastian Schweizer sürt die Anspannung und Vorfreude auf 12 gemeinsame Tage mit seinem Curlingteam und der gesamten Delegation. Der Curler vom Curling Club Schwenningen hat seine Teamkameraden zwar erst am vergangenen Samstag beim letzten Heimtraining gesehen, kann es aber schon wieder kaum erwarten, diese in Hamburg erneut in die Arme schließen zu dürfen. Alexander Baumann, der Skip der vierköpfigen Mannschaft ist zusammen mit Manuel Walter und Marc Muskatwitz vom Baden Airpark Karlsruhe ebenfalls nach Hamburg geflogen und nur wenige Minuten vorher gelandet. Zusammen geht es nun ins Hotel nahe der Hamburger Curlinghalle, wo sie neben der Frauennationalmannschaft auch auf den Bundestrainer Thomas Lips und die Bundesnachwuchstrainerin Katja Schweizer treffen. Da sich Thomas Lips hauptsächlich auf die Betreuung der Füssener Damen konzentriert, wird Katja Schweizer das Coaching des baden-württembergischen Quartetts übernehmen. Die erfahrene Trainerin arbeitet schon seit mehreren Jahren mit dem „Team Baumann“ zusammen und ist auch Wunsch-Coach der Mannen um Ehemann Sebastian Schweizer. „Katja betreut uns schon jahrelang und weiss genau, wie wir ticken und was wir brauchen. Sie hat uns schon oft „den Marsch geblasen“ und uns zu echten Leistungssportlern gemacht. Unter ihrer Leitung haben wir auch zum ersten Mal gemeinsam den Titel des Deutschen Meisters gewinnen können“, so Sebastian Schweizer, der beiläufig noch anmerkt, dass er als Ehemann keine besondere Privilegien im Team genießt.

Während am Dienstag und Mittwoch noch die letzten Trainingseinheiten auf dem Hamburger Eis anstehen, steht am Donnerstag die Weiterreise nach Esbjerg an der dänischen Westküste auf dem Programm. Dort angekommen folgt dann am Freitagmorgen das offizielle Eistraining der Nationalmannschaft sowie die Eröffnungsfeier in der Arena. „Es ist immer etwas Besonderes, wenn man im Deutschland-Dress hinter der schwarz-rot-goldenen Flagge einmarschiert und von curlingbegeisterten Fans empfangen wird“, so Baumann.

Am kommenden Samstag geht es jedoch dann richtig zur Sache. Das Auftaktmatch bestreiten der Schwenninger und die Hügelsheimer am Vormittag gegen die Schweiz und am Nachmittag gegen Schweden. Gleich zwei harte Brocken zu Beginn des Turniers. Die Schweiz belegte im Vorjahr den dritten Rang und die Schweden wurden sogar Europameister. „Sowohl die Schweiz als auch Schweden werden die klaren Favoriten in den beiden Partien sein, jedoch müssen auch diese Teams erst einmal im Turnier ankommen und die Chancen auf einen Überraschungserfolg sind zu Beginn des Turnier höher“, so der gebürtige Villinger. Im weiteren Verlauf des Turniers treffen die deutschen Curler noch auf die Mannschaften aus Tschechien, Norwegen, Finnland, Schottland, Italien, Russland und Holland. In einer sogenannten Round Robin spielt jedes Team gegen Jeden. Die Plätze neun und zehn steigen in die B-Gruppe ab, Rang eins bis sieben qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft im April 2016 und die Ränge eins bis vier bestreiten das Halbfinale. „Minimalziel für uns wird das Erreichen von Platz sieben sein und damit die direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2016 in Basel“, so Mannschaftskapitän Baumann, der betont, dass die Leistungsdichte bei den Herren sehr eng ist und zwischen den Rängen vier bis zehn alles drin ist. „Wir müssen die gesamte Woche hinweg eine konstante und gute Leistung abrufen, um das ehrgeizige Ziel erreichen zu können. Wir sind sehr gut drauf und überzeugt, dass wir erfolgreich abschneiden werden. Die Ergebnisse der vergangenen Vorbereitungsturniere der Curling Champions Tour (CCT) zeigten einen klaren Aufwärtstrend und zuletzt in Champery (CH) und Edinburgh (SCO) konnten wir jeweils eine positive Bilanz mit drei Siegen und zwei Niederlagen erspielen“, ergänzt Sebastian Schweizer.


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