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24.04.2016 |

Deutsche Senioren-Curlerinnen erfolgreich bei WM in Schweden

Das deutsche Seniorinnen-Team hat den Sprung ins Finale bei der WM im schwedischen Karlstad geschafft! Dabei setzte sich das Team um Skip Andrea Schöpp erst im Tie-Breaker gegen die den Vorjahres-Dritten USA durch und schaltete danach auch noch Titelverteidiger Kanada aus, ehe sie im Semifinale die in der Vorrunde ungeschlagenen Damen aus England deutlich mit 11:4 besiegen konnten.

 

Gestartet in Gruppe B in einer Round Robin gegen sieben weitere Mannschaften unter insgesamt Teams aus 17 teilnehmenden Ländern lagen die Damen Ü 50 nach der Vorrunde mit fünf Siegen und zwei Niederlagen zusammen mit der Schweiz und den USA an dritter Stelle in ihrer Gruppe. Daher mußten ein Tie-breaker und noch Qualifikationsspiele unter den punktgleichen Crews gespielt werden.
Wie schon im Gruppenspiel, als die deutschen Damen die USA mit 9:1 klar besiegen konnten, verlief der Tie-Breaker gegen die US-Ladies um Skip Norma O'Leary zunächst sehr einseitig. Die Deutschen Damen mit Skip Monika Wagner, third Manon Harsch, second Carina Schönberg und lead Anneliese Härtle, sowie als Alternate, Andrea Schöpp, lagen zur Halbzeit mit 6:1 in Front. Doch in der zweiten Spielhälfte kamen die US-Amerikanerinnen nochmal stark auf. Beide Team punkteten jeweils einfach in den Ends fünf und sechs, bevor es in der Schlussphase sol richtig knapp wurde. Die USA verkürzten mit einem Zweierhaus und setzten das deutsche Team, welches mit dem Recht des letzten Stein ins Schlussend ging, heftig unter Druck. Doch auch wenn den Gegnerinnen abermals ein Zweierhaus gelang, reichte das nicht, um das Blatt noch zu wenden. Am Ende standen die Deutschen Damen nach einem 7:6-Erfolg im Qualifikationsspiel im Halbfinale.

Mit den noch amtierenden Weltmeisterinnen aus Kanada wurde ihnen der nächste dicken Brocken vorgesetzt. Auch in diesem Spiel ging es wieder sehr knapp zu. Bis zum sechsten End nutzten beide Teams ihr Recht des letzten Steins jeweils nur zu einem Stein, so dass es beim Stand von 3:3 in die Schlussphase ging. Kanada schien auf die Siegerstraße zu gelangen, als es im siebten End einen Stein stehlen konnte. Hierdurch bekam das Team um Andrea Schöpp das Recht des letzten Steins im achten Durchgang. Dort trat das deutsche Team stark auf und setzte Kanada so unter Druck, dass sie am Ende das entscheidende Dreier-Haus der Süddeutschen Vier zum 6:4-Endstand nicht verhindern konnten.

Im Halbfinale ging es am Samstagvormittag nun gegen England. Diese hatten sich ohne Niederlage mit 8 Siegen in Gruppe A vor Canada direkt für die Playoffs qualifiziert. Dadurch galten sie allgemein als die Favoriten für den Titel und auch im Spiel gegen die deutschen Damen. Bis zu End drei führten sie auch mit 4:2. Doch im vierten End schlug das hoch motivierte deutsche Team zu. Mit fünf Steinen auf dem Score übernahmen sie mit 7:4 das Kommando. Von diesem Schock erholten sich die Britinnen nicht mehr und kassierten weitere vier Steine zur letztendlich klaren 4:11 Niederlage, was für die Deutschen den Einzug ins Finale bedeutete.
Dies startete dann um 13:00 Uhr mit drei Nuller-Ends, ehe die vier Damen aus Schottland den Vorteil des letzten Steines mit zwei Steinen nutzten. Dies konterte der Gegner ebenfalls mit einer Zwei auf dem Score und übernahm mit einem weiteren gestohlenen Stein die Führung im sechsten End. Wiederum ein Zweierhaus brachte die Schottinnen wieder in Führung, ehe das Team aus Bayern und Baden Hills/Rastatt im achten End ausgleichen konnte. Daher mußte ein Extra-End die Entscheidung bringen. Und hier konnte der Gegner von der Insel den Vorteil des letzten Steines zum 5:4 ummünzen und sich die Goldmedaille bei dieser letzten WM in der Saison 2015/2016 sichern. Die Schwedinnen gewannen gegen die Britinnen und konnten die Bronzemedaillen entgegennehmen. Der Vizetitel der Deutschen Mannschaft konnte so nicht erwartet werden, stellte aber ein insgesamt positives Gesamtergebnis der abgelaufenen Curling-Saison für den DCV dar.

Abgerundet wurde das gute Gesamtbild noch mit dem neunten Rang der deutschen Herren. Das Team vom CC Mannheim ist nach einem tollen Turnierverlauf mit 6:2 Siegen erst im Qualification Game zum Einzug in das Viertelfinale mit 3:4 knapp an Irland gescheitert und damit ausgeschieden. Den Titel bei den Herren holte sich der Gastgeber, nach einem 7:4 gegen Canada im Finale, vor Irland, die Dritte wurden.


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