Festakt in Stuttgart

Mit einem würdevollen Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart feierte der Eissport-Verband Baden-Württemberg sein 40-jähriges Jubiläum. Der EBW-Präsident Lutz Pauels bezeichnete den Zusammenschluss der fünf Fachsparten Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschießen, Curling und Eisschnelllauf am 12. Oktober 1972 in Achern als einen Glücksfall, der zu viel Effizienz und auch Erfolgen geführt habe. Der Verband umfasst derzeit 89 Vereine mit 10 500 Mitgliedern. Zahlreiche Prominenz aus der Politik, dem öffentlichen Leben und dem Sport war zur Feierstunde nach Stuttgart gekommen.

Lutz Pauels blickte in seiner Ansprache auf die vier Jahrzehnte zurück und konnte stolz berichten, dass der Verband auch dank einer schlanken Verwaltung finanziell gut dastehe und im bundesweiten Vergleich äußerst geachtet sei. Auch die sportlichen Erfolge der letzten 40 Jahre kamen nicht kurz und der Bogen im Eiskunstlaufen spanne sich beispielsweise über die früheren Meister wie Riegel/Nischwitz, Claudia Leistner und den viel zu früh verstorbenen Heiko Fischer bis zur amtierenden deutschen Meisterin Sarah Hecken.

Im Eishockey sei die Dietmar-Hopp-Stiftung für die Mannheimer Jungadler ein Erfolgsmodell, stehen die Adler selbst für zahlreiche Siege und Titel. Im Eisschnelllaufen gehörten Karl Hager und Gundi Pawasserat jahrelang zur Spitze, im Eisstockschiessen hätte der Namen von Marianne Reichenecker für Qualität in ganz Deutschland und im Ausland gebürgt. Und im Curling könnten Schwenningen und besonders der einstige Skip Keith Wendorf stolz auf ihre Erfolge sein.

Der EBW-Präsident betonte aber auch, dass der Eissport auch auf Grund der Energiekosten ein aufwendiger Sport sei und er froh sei, dass wenigstens in Bietigheim wieder eine neue Halle entstehe. Schade sei auch, dass Karlsruhe auf der Karte ein weißer Fleck im Eissport sei und dort sich wenig bewege. Und in einem Ausblick auf die Zukunft hofft Lutz Pauels, dass durch die Einführung und Ausbreitung der Ganztagesschulen der Eissport in seiner Entwicklung nicht entscheidend beeinträchtigt werde. Jammern hilft aber nicht und wir müssen neue Ideen entwickeln, um unseren Sport weiterhin erfolgreich auszuüben, so der Tenor des umtriebigen EBW-Präsidenten.
 

Schützenhilfe erhielt er hier von Gabriele Warminski-Leitheußer, der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Sie sicherte dem Verband gerade hinsichtlich des Schulsports ihre volle Unterstützung zu. Wir sind hier ein verlässlicher Partner, zumal der Sport auch einen ganz wichtigen Bildungsfaktor darstellt, äußerte die Ministerin. Die ehemalige Sportbürgermeisterin von Mannheim gratulierte dem EBW ansonsten zu seiner guten Arbeit und sie sei daher gerne zum Festakt in das Neue Schloss gekommen. Baden-Württemberg gerade als Kaderschmiede im Eishockey und Eiskunstlauf erhalte auch künftig die Unterstützung des Landes.

In einem Grußwort gratulierte zudem Dieter Hillebrand als Präsident des Deutschen Eislauf-Union und des Bayerischen Eissportverbandes dem EBW zu seiner Entwicklung in den letzten 40 Jahren und schilderte ihn als einen der führenden Verbände im Eissport in Deutschland. Als gebürtiger Bayer sei er fast ein wenig neidisch auf das vorbildliche Projekt im Eishockey bei den Jung-Adlern. Und es tröste ihn nur, dass zumindest Bayern im Eisstocksport an führender Stelle stehe. Dietmar Schmidt-Volkmar als Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg schloss sich den Glückwünschen an, lobte die gute Führung und die einheitliche Sportstruktur. Er schloss in die Anerkennung aber auch die zahlreichen Ehrenamtlichen ein, auf die kein Verband verzichten könne. Gerade dieses Potenzial gelte es auch künftig zu nützen.

In einer kurzen Talk-Runde mit dem Moderator Gerhard Augstein betonte die dreimalige deutsche Eiskunstlaufmeisterin Sarah Hecken, dass ohne die Unterstützung von Verband, Vereine und Kommune ihre jüngsten Erfolge nicht möglich gewesen seien und ihr auch die Schule durch das Entgegenkommen beim kürzlich absolvierten Abitur geholfen habe. Markus Kuhl wiederum als ehemaliger Eishockeyspieler und Manager vom MERC wies darauf hin, wie Kinder von der Straße in den Sport geholt wurden, wie auch das Konzept der Jung-Adler sinnvoll mit Leben erfüllt wurde und wie Eishockey auch gesellschaftlich Anerkennung gefunden habe. Manfred Schäfer als Präsident des Internationalen Eisstock-Verbandes wiederum verwies auf die Schwierigkeiten als Funktionär, wie viel Arbeit und Bürokratie erledigt werden müssen. Aber wir dienen alle gerne dem Sport und freuen uns dann über die entsprechenden Erfolge.

Wie es sich für einen Festakt gehört, standen auch Ehrungen auf dem Programm. So wurde die Kooperation mit den dualen Hochschulen in Ravensburg und Mannheim gewürdigt, erhielten die Beteiligten für ihre anregenden Projekte entsprechende Preise. Ausgezeichnet wurden aber auch zahlreiche Vereine für spezielle Projekte und hier ging der erste Platz an den EC Eisbären Balingen vor dem Stuttgarter ERC und dem 1. CFR Pforzheim 1896. Für den musikalischen Teil sorgten junge Musiker vom Albert-Einstein-Gymnasium Böblingen und Eisläuferinnen vom Mannheimer ERC überraschten mit einer Tanzeinlage. Zum Ausklang trafen sich die Festgäste dann bei zahlreichen Gesprächen und einem kalt-warmen Buffet im Foyer.
Guido Dobbratz
 

40 Jahre Eissport-Verband Baden-Württemberg

Der Eissport-Verband Baden-Württemberg e.V. feiert 2012 sein 40 zig jähriges Jubiläum. Diese Sonderseite enthält fortlaufend Nachrichten zum Jubiläum.

Ausschreibung zur Förderung von Vereins-Projekten

Der Eissport-Verband BW feiert im Jahr 2012 sein 40-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass schreibt der Verband einen Wettbewerb für Vereine aus BW aus. Mit diesem Wettbewerb sollen Aktionen zur Förderung des Eissports in BW finanziell unterstützt weren.

Die detaillierten Ausschreibungsunterlagen stehen als PDF Download zur Verfügung.

40 Jahre Projekt-Ausschreibung.pdf