Fachsparte Eishockey

Gemessen an der Mitgliederzahl stand Eishockey bei der Gründung des Verbandes an zweiter Stelle hinter Eiskunstlauf. Fünf Jahre später hatte Eishockey erstmals die meisten Mitglieder und heute sind 63 Prozent der EBW-Mitglieder dem Eishockey zugeordnet.

Von der Gründung bis zu seinem frühen Tode im Jahre 1988 war der unvergessene Walter Stotz für die Leitung der Sparte zuständig. Große Töne waren nicht sein Metier, er gehörte zu den Stillen im Lande. Eishockey war ein wesentlicher Teil seines Lebens, entsprechend war sein Einsatz für "seinen" Sport. Auch der Tod holte ihn dabei ein, nämlich bei einer Tagung des Deutschen Eissport-Verbandes in Garmisch-Partenkirchen.

Auch der jetzige Verantwortliche für die Fachsparte Eishockey, Guntram Lüdemann, der ab 1986 die Sparte betreut, ist unermüdlich für diese Sportart im Einsatz. Trotzdem, der Sportbetrieb selbst, aber auch die Verwaltung der Sparte waren nur noch durch eine Arbeitsaufteilung auf mehrere Funktionsträger möglich. Diese sind:

Paßstelle, Jugendwart, Schiedsrichter-Obmann, Einzelrichter und Spielberichtsprüfstelle.

Seit der Saison 2012/2013 gibt es nach der neuen Satzung des EBW ein spezielles Schiedgericht im Eishockey als Instanz zwischen dem Eishockey-Einzelrichter und den Verbandsgerichten des EBW.
Diesem Gericht gehören die Herren Wolfgang Heinecke, Werner Karlin und Bernhard Wondratsch an.

Aufgaben

Die von der Fachsparte Eishockey eigenverantwortlich zu erledigenden Aufgaben lassen sich in vier Bereich aufteilen:

1.Spielbetrieb

Meisterschaften und Pokalrunden für Senioren (Baden-Württemberg-Liga und Landesliga), Damen (EBW-Damenliga) und Nachwuchsmannschaften (Junioren, Jugend, Schüler, Knaben, Kleinschüler und Kleinstschüler). Meldeschluß für die Teilnahme an den jeweiligen Meisterschaften ist der 31. Mai des Jahres beim Fachvorsitzenden für Eishockey, die Zulassung erfolgt bis Ende Juli des Jahres. Entsprechend platzierte Mannschaften nehmen ab Januar an den Aufstiegsrunden zum Spielbetrieb des Deutschen Eishockey-Bundes teil. Spielergebnisse und aktuelle Tabellen werden jeden Sonntag an die Presse und interessierte Vereine weitergeleitet und sind auch in Internet-Ergebnisdiensten abrufbar (z.B.DEB-online.de).

Die Genehmigungen von Turnieren und Freundschaftsspielen der Vereine erfolgt durch die Fachsparte Eishockey im EBW.

Die Einteilung der Schiedsrichter für alle Spiele (Meisterschaftsspiele, Pokalspiele und Turniere) erfolgt durch den EBW-Schiedsrichterobmann.

2.Kadermaßnahmen

Für Spieler und Spielerinnen der Landeskader (D1 bis D4) werden pro Saison ca. 20 Zentralmaßnahmen durchgeführt (Sichtungs- und Vorbereitungslehrgänge, Sommer-Konditionslehrgänge, Ländervergleichsspiele, Teilnahme an Sichtungs- und Länderpokalturnieren des Deutschen Eishockey-Bundes). An den Stützpunkten Freiburg, Mannheim, Ravensburg, Schwenningen und Stuttgart/Esslingen finden regelmäßig (Sommer und Winter) Training für die Spieler des erweiterten Kaders statt..

An mehreren Orten des Verbandsgebietes sind Fördergruppen angesiedelt, in denen zusätzlich zum Vereinstraining weiteres Sichtungs- und Fördertraining stattfindet.

Von allen Kadermaßnahmen werden Berichte und Ergebnisse sowie Beurteilungen der Teilnehmer erstellt.

3.Aus- und Weiterbildung

Fortlaufend finden Ausbildungs- und Fortbildungslehrgänge für Eishockey-Übungsleiter (C-Lizenz) statt. Die Ausbildung von B- und A-Lizenz-Trainern wird vom Deutschen Eishockey-Bund durchgeführt.

Pro Saison finden zwei Lehrgänge für Schiedsrichter und ein Lehrgang für Wettkampfpersonal sowie ein Führungsseminar für Jugendleiter und Betreuer statt. Die Anmeldung zu allen Lehrgängen erfolgt bei der Fachsparte Eishockey im EBW.

4.Paßstelle

Der Eissport-Verband Baden-Württemberg unterhält eine Paß-Außenstelle des Deutschen Eishockey-Bundes. Alle Anträge auf Erteilung von Spielberechtigungen für einen Verein im EBW sind an diese Paßstelle zu richten.



Guntram Lüdemann
Fachsparte Eishockey