Eisschnelllauf - Geschwindigkeit auf Kufen

 Eisschnelllauf wird auf der Großbahn (1 Runde = 400 m) und als Short Track auf dem Eishockeyfeld 1 Runde = 111,12 m) betrieben.

Bereits 1894 wurde die erste Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft durchgeführt, 1891 fand in München die erste Deutsche Meisterschaft auf der Großbahn statt.

Auf der 400 m-Bahn wird über die Distanzen 500 m, 1000 m, 1500 m, 3000 m, 5000 m und 10000 m gestartet, die teilweise als Einzelstrecke oder in Kombination als Mehrkampf gewertet werden. Zwei Läufer starten nebeneinander auf getrennten Bahnen. Sieger ist der Läufer mit der schnellsten Zeit bzw. im Mehrkampf mit der niedrigsten Gesamtzeit (bezogen auf 500 m).

Beim Short Track werden die Strecken 333 m, 500 m, 1000 m, 1500 m und im Mehrkampf als Finalstrecke 3000 m gelaufen. Die "Staffelläufe" Relays finden bei den Damen über 3000 m und bei den Herren über 5000 m statt. Gestartet wird mit bis zu sechs Läufern nebeneinander an der Startlinie im Massenstart. Es entscheidet nicht nur die Geschwindigkeit, es ist vor allem Taktik und technisches Können gefragt. Jede Distanz wird von Vorläufen beginnend bis zum Finale als Ausscheidungsrennen gelaufen.

1981 fand in Paris die erste Short Track-Weltmeisterschaft bereits mit Mannheimer Teilnehmern statt. Seit 1992 ist Short Track olympisch.

Eisschnellläufer sind die schnellsten Sportler der Welt auf der Ebene, da sie ohne Fremdhilfe aus eigener Muskelkraft Spitzengeschwindigkeiten von über 50 km/Std. erreichen.

In Baden-Württemberg wurde dieser Sport bis zum Jahr 2000 bis auf einen in der Seniorenklasse erfolgreichen Sindelfinger Eisschnellläufer nur in Mannheim beim Mannheimer ERC K-S betrieben. Jetzt haben sich erfreulicherweise noch einige Läufer aus Kirrlach dazugesellt.

Dafür sind die Mannheimer Eisflitzer aber sehr aktiv und erfolgreich. Sie haben in den zurückliegenden Jahrzehnten zahlreiche deutsche und internationale Meisterschaften errungen.

Durch das 1981 eröffnete Landesleistungszentrum Herzogenried steht in Mannheim eine 200m-Bahn und eine Short Track-Bahn zur Verfügung, auf denen vier Mal wöchentlich intensiv trainiert wird. Interessierte können gerne kostenfrei an einem Probetraining teilnehmen.

Während die Senioren fast ausschließlich auf der Großbahn trainieren und sehr erfolgreich an Deutschen Meisterschaften und Weltmeisterschaften teilnehmen, trainieren die Kinder und Jugendlichen überwiegend Short Track und nehmen ebenfalls an nationalen und internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften teil.

Eisschnelllauf ist auch Familiensport, denn von dem jüngsten (4 Jahre) bis zum ältesten Aktiven (76 Jahre) stehen mehrere Generationen zum Teil gleichzeitig auf dem Eis.

In den letzten Jahren fanden zahlreiche nationale Wettkämpfe, deutsche Meisterschaften und internationale Vergleichskämpfe in Mannheim statt. Auch weiterhin werden diese Wettbewerbe dort im Landesleistungszentrum Eissport in Mannheim stattfinden. Interessierte sind hierzu herzlich zum Zuschauen eingeladen.



Dr.Christel Petzschke
Fachsparte Eisschnelllauf